Die kommunale Wärmeplanung als Wegweiser hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung
Stadt Marktleuthen, Landkreis Wunsiedel
Die Stadt Marktleuthen weist mit einem Anteil fossiler Wärmeversorgung von rund 76 % eine ähnliche Ausgangslage auf wie viele andere Kommunen. Zum Zeitpunkt der Datenerhebung bestehen weder Wärmenetze noch Wind- oder Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Der Stadtkern zeichnet sich jedoch durch eine hohe Wärmedichte aus und bietet damit gute Voraussetzungen für den Aufbau eines Wärmenetzes. Die kommunalen Gebäude sind bislang nur teilweise energetisch saniert. Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung wird nun eine Strategie entwickelt, um eine nachhaltige und zukunftsfähige Wärmeversorgung für die Stadt zu gestalten.
Projekterfolg
nach obenIm Rahmen der Wärmeplanung wird vor allem ein Wärmenetzgebiet ausgewiesen, das für die zentrale Versorgung mit einem Wärmenetz in Frage kommt und im Folgenden geprüft wird. Der entwickelte Maßnahmenkatalog bündelt konkrete Schritte in vier zentralen Handlungsfeldern: Energieeffizienz und energetische Sanierung, Ausbau erneuerbarer Energien und Abwärmenutzung, zentrale Energieinfrastruktur sowie Wärmeplanung im Prozess. Besonders die Bürgerinnen und Bürger sollen mit Informationsveranstaltungen erreicht werden, sodass die Sanierung privater Wohngebäude Fahrt aufnimmt.
Mit der kommunalen Wärmeplanung hat die Stadt nun einen besseren Überblick über die verwendeten Energieträger zur Wärmeversorgung, welche Potenziale für die erneuerbare Wärme- und Stromerzeugung vorhanden sind und welche Maßnahmen die Stadt umsetzen kann, um dem Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung näher zu kommen.
Für die Stadt Marktleuthen war das Projekt nicht nur inhaltlich ein voller Erfolg, sondern auch wirtschaftlich attraktiv: Die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung wurde zu 100 % im Rahmen der Kommunalrichtlinie gefördert. Damit war die Umsetzung für die Kommune vollständig kostenfrei – ein wichtiger Vorteil, der die Entscheidung zusätzlich erleichtert hat. So konnte die Kommune ihre Weichen für eine nachhaltige Energiezukunft stellen, ohne eigene Haushaltsmittel einsetzen zu müssen.
Gefördert durch die Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Standort
Projektteam
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