Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung geben der Kommune klare nächste Schritte für das Erreichen einer klimaneutralen Wärmeversorgung

Markt Zell im Fichtelgebirge, Landkreis Hof

Die Marktgemeinde Zell im Fichtelgebirge weist mit einem Anteil fossiler Wärmeversorgung von rund 70 % eine ähnliche Ausgangslage auf wie viele andere Kommunen. Zum Zeitpunkt der Datenerhebung besteht kein Wärmenetz, aber es sind Wind- und Photovoltaik-Freiflächenanlagen vorhanden. Die kommunalen Gebäude sind bislang nur teilweise energetisch saniert. Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung wird nun von endura kommunal eine Strategie entwickelt, um eine nachhaltige und zukunftsfähige Wärmeversorgung für den Markt Zell zu gestalten.

Der Auftrag an endura kommunal:

  • Bestandsanalyse
  • Potenzialanalyse
  • Entwicklung des Zielszenarios und Entwicklung der Umsetzungsstrategie inkl. Maßnahmen
  • Beteiligung von Verwaltung und weiterer relevanter Akteure
  • Verstetigungsstrategie
  • Contollingkonzept
  • Kommunikationsstrategie
  • Endredaktion des Plans
  • Akteursbeteiligung

Umsetzungszeitraum: 2024 - 2025

Projekterfolg

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Nach der Offenlage des Fachgutachtens kann der Marktgemeinde im Oktober 2025 der fertige Bericht übergeben werden. Im Rahmen der Wärmeplanung werden zwei Wärmenetzgebiete ausgewiesen, die für die zentrale Versorgung mit einem Wärmenetz in Frage kommen und im Folgenden geprüft werden. Im Norden des Ortsteils Großlosnitz gibt es eine Biogasanlage. Anhand der Angaben des Anlagenbetreibers ist hier vorgesehen eine Leitung in den Ort zu legen, um in Zukunft neben der bereits bestehenden Beheizung auch umliegende Gebäude über ein Netz mit Wärme zu versorgen. Außerdem soll im Ortskern ein Wärmenetz entwickelt werden, das vor allem die kommunalen Gebäude verbindet. Der entwickelte Maßnahmenkatalog bündelt konkrete Schritte in vier zentralen Handlungsfeldern: Energieeffizienz und energetische Sanierung, Ausbau erneuerbarer Energien und Energieinfrastruktur sowie Wärmeplanung im Prozess. Besonders die Bürgerinnen und Bürger sollen mit Beratungsangeboten erreicht werden, sodass die Sanierung privater Wohngebäude Fahrt aufnimmt.

Mit der kommunalen Wärmeplanung hat die Stadt nun einen besseren Überblick über die verwendeten Energieträger zur Wärmeversorgung, welche Potenziale für die erneuerbare Wärme- und Stromerzeugung vorhanden sind und welche Maßnahmen die Stadt umsetzen kann, um dem Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung näher zu kommen.

Für den Markt Zell war das Projekt nicht nur inhaltlich ein voller Erfolg, sondern auch wirtschaftlich attraktiv: Die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung wurde zu 90 % im Rahmen der Kommunalrichtlinie gefördert. Damit war die Umsetzung für die Kommune nur zu einem kleinen Teil durch Haushaltsmittel finanziert, was ein wichtiger Vorteil ist, der die Entscheidung zusätzlich erleichtert hat.

Gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

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