Von der kommunalen Wärmeplanung zur nachhaltigen Wärme

Schlüsselprozess: Ergebnisanalyse

Seit 2020 hat endura kommunal mehr als 100 Kommunen im Planungsprozess der kommunalen Wärmeplanung (kWP) betreut. Jetzt wird immer deutlicher: Zwischen der kWP und der Detailplanung sollte ein Schlüsselprozess stattfinden. Die Daten müssen im Rahmen der lokalen Bedingungen interpretiert werden. Was Kommunen aus unserer Sicht beachten sollten:

Acht Prozent aller Kommunen in Deutschland haben die kWP abgeschlossen. In Baden-Württemberg sind es 27, in Bayern 3 Prozent. Weitere 45 Prozent sind deutschlandweit mitten im Prozess*. Bei endura kommunal kommt zunehmend die Frage an: Wie entwickeln wir aus dem Maßnahmenkatalog der kWP umsetzungsfähige Projekte in den Quartieren und Eignungsgebieten?

Die Gesamtsituation in den Blick nehmen

Ob ein Wärmeprojekt realisiert werden kann, ist nicht nur eine Frage der technischen Machbarkeit und der (berechneten) Wirtschaftlichkeit. Erfahrungsgemäß ist es wichtig, nach der kWP und vor den detaillierteren Planungen, die Ergebnisse unter
folgenden Gesichtspunkten zu analysieren: Wer sind die relevanten Akteure vor Ort? Wer treibt den Umsetzungsprozess an? Gibt es potenzielle Betreiber? Kann man die Industrie vor Ort beteiligen? Wo stehen die Bürgerinnen und Bürger und wie können sie eingebunden werden? Ohne Kontext keine Einschätzung.
Diese ganzheitliche Herangehensweise prägt auch die kWP-Verfahren im Haus: „Wir hören nicht bei der Wärmeliniendichte auf, sondern versuchen, wirklich umsetzbare Maßnahmen zu formulieren“, erklärt Maximilian Schmid, Leiter Kommunale Wärmeplanung. „Und wir benennen offen, ob die Weiterentwicklung in Form eines Quartierskonzepts oder einer Machbarkeitsstudie erfolgversprechend ist oder nicht.“

* Datenanalyse des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende, Stand Dezember 2025, www.kww-halle.de/praxis-kommunale-waermewende/status-quo-der-kwp, Datenabruf am 13.01.2025


"Wir schauen mit einem ganzheitlichen Blick und wissen sehr gut, welche Fragen nach der kWP zu beantworten sind, um die nächsten Schritte einzuleiten."

Maximilian Schmid, Leiter Kommunale Wärmeplanung endura kommunal

 


Ihr Ansprechpartner

Maximilian Schmid
Leiter Kommunale Wärmeplanung
maximilian.schmid(at)endura-kommunal.de

Fahrplan zur KfW 432-Förderung

Zur Umsetzung der Ergebnisse aus der kommunalen Wärmeplanung eignen sich Quartierskonzepte und Sanierungsmanagements. Diese werden im Rahmen des wieder aufgelegten KfW 432-Programms umfassend gefördert.