Kleines Netz kommt groß raus
Über 200 Wohneinheiten neu an das Nahwärmenetz Teningen angeschlossen
Seit 2014 begleitet endura kommunal den Ausbau des kommunalen Wärmenetzes der Nahwärme Teningen. Im Sommer endet mit dem Anschluss des Neubaugebiets Gereut der vierte Bauabschnitt. Die Leitungen des 4,5 km langen Nahwärmenetzes wurden nun um 2,2 km verlängert. Über 70 Gebäude mit mehr als 200 Wohneinheiten wurden neu an das Netz angeschlossen. endura kommunal übernimmt die Bauherrenvertretung, steuert den Bau einer Heizzentrale – und hält in diesem hochkomplexen Projekt die Fäden zusammen.
Ein neuer Mittellast-Heizkessel am Freibad, eine hohe Förderquote, Großkunden wie die Feuerwehr, das Seniorenstift und große Mehrfamilienhäuser, ein effizienterer Anschluss des Freibads, 2,2 km Trasse und über 200 neu angeschlossene Wohneinheiten, die verlässlich und zukunftssicher mit Energie versorgt werden – die Erfolgsbilanz des vierten Bauabschnitts des kommunalen Wärmenetzes in Teningen. Die Energieträger Hackschnitzel, Abwärme, Erdgas und Solarthermie versorgen den Ort im Kreis Emmendingen klimaschonend mit Wärmeenergie.
Mehr als 20 Akteure beteiligt
Wie das gelingt? „Mit schnellen Entscheidungen, einem effizienten Informationsfluss, einer Menge Fördermittel-Knowhow, einer großen Portion Lösungsorientierung und einer Prise Konfliktmanagement bei 20-30 beteiligten Akteuren“, sagt Dr. Verena Zipf, Projektleiterin bei endura kommunal. Von Auftragsvergaben, über Genehmigungen und Gutachten bis hin zu Ausschreibung und Vergabe sowie der technischen Prüfung – in solch komplexen Projekten komme es in der Bauherrenvertretung darauf an, die Übersicht zu behalten und schnell Entscheidungen zu treffen. Dabei gilt es immer, den Zeit- und Kostenrahmen sowie die Anforderungen der Förderprogramme im Blick zu behalten. Zudem begeistert das Team der Wärmekundenberatung bei endura kommunal neue große Schlüsselkunden für das Wärmenetz
„Unser starkes Netzwerk hat schlussendlich zum Erfolg geführt."
Dr. Verena Zipf, Projektleiterin und Bauherrenvertretung bei endura kommunal
Kommunikation ist alles
Denn nach Plan läuft es bei Projekten wie diesem meist nicht, berichtet Bauleiter André Kittler vom Ingenieursbüro DME Consult: „Der Knackpunkt war lange die Nachfrage der Anschlussnehmenden – Welche machen mit und welche nicht? Diese vergleichen die Preise mit anderen Heizenergiequellen und treffen danach ihre Entscheidung.“ Dabei ist Kommunikation alles, sagt Felix Färber von KLEINS ENERGIE, der die neue Heizzentrale geplant hat: „Die größte Herausforderung ist die Koordination aller Beteiligten bei Änderungen im Projektverlauf – und das bei straffen Zeitplänen. Dies haben wir mit wöchentlichen Abstimmungsterminen erfolgreich gelöst.“
Das Netzwerk entscheidet
„Unser starkes Netzwerk hat schlussendlich zum Erfolg geführt“, sagt Zipf. Die enge Partnerschaft mit dem interdisziplinären Beratungsunternehmen Sterr-Kölln & Partner, KLEINS ENERGIE, DME Consult und vielen weiteren Akteuren war der Schlüssel. Bald steht noch eine „OP am offenen Herzen“ an, sagt Zipf. Zwei ältere Heizkessel müssen 2026 ausgetauscht werden. Die Nachverdichtung bleibe ein Thema, viele alte Heizungen müssten raus. In den kommenden Jahren wird geprüft, ob das kleine Wärmenetz noch größer werden darf.
„Die größte Herausforderung ist die Koordination aller Beteiligten im Projektverlauf – und das bei straffen Zeitplänen. Dies haben wir mit wöchentlichen Abstimmungsterminen erfolgreich gelöst."
Felix Färber, Planungsingenieur bei KLEINS ENERGIE, verantwortlich für die Heizzentrale Teningen
Zum Interview mit Felix Färber
Unser Auftrag
- übergeordnete Projektsteuerung
- technische Betriebsführung
- Bauherrenvertretung und Baubegleitung im vierten Bauabschnitt des Nahwärmenetzes Teningen
- Vertragsmanagement und Kommunikation mit Anschlussnehmenden