Abwärmenutzung der Therme für ein Nahwärmenetz in Bad Bellingen
Bad Bellingen, Baden-Württemberg
Die Gemeinde Bad Bellingen mit ihrem Ortsteil Bad Bellingen als „staatlich anerkanntes Heilbad“ ist im besonderen Maße darum bemüht, Energie effizient zu nutzen und die Klimaschutzziele des Landes Baden-Württemberg und des Bundes durch konkrete und praktische Maßnahmen auf kommunaler Ebene umzusetzen. In den vergangenen Jahren (seit 2007) wurden vor allem folgende Aspekte einer energetischen Sanierung verfolgt: Sanierung großer Energieverbraucher, Bau von PV-Anlagen auf möglichst viele Dächer und Gebäudesanierungen nach Priorität Heizung, Fenster, Dächer und Außenhülle.
Diese Ziele will die Gemeinde auch durch ihre Teilnahme am 365-Dächer-Wettbewerb des Landkreises und an der von endura kommunal aktuell erarbeiteten landkreisweiten, interkommunalen Wärmeplanung (seit Dez. 2020) erreichen.
Projekterfolg
nach obenEs wurden sowohl das Abwärmepotenzial und das Potential anderer erneuerbarer Energien, die technischen Voraussetzungen sowie alle organisatorischen und wirtschaftlichen Optionen intensiv geprüft.
Die wichtigsten Ergebnisse waren dabei:
- Die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Betrieb eines Nahwärmenetzes in Bad Bellingen sind gegeben. Die Abwärme der Therme sollte unbedingt in das Netz eingebunden werden
- Mit der Energiedienst AG gibt es einen regionalen Projektentwickler, der zusammen mit der Gemeinde das Netz umsetzen könnte.
- Mehr als 200 Eigentümer und Eigentümerinnen haben im Rahmen des Quartierskonzepts einen Fragebogen zum energetischen Zustand ihres Gebäudes erhalten.
- Die Rückmeldungen von Haus- und Klinikverwaltungen sind teilweise positiv.
- Um einen wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten, müssen noch mehr Anschlussinteressenten gewonnen werden. Die Frist für die Gewinnung von mehr Anschlussinteressenten liegt im Sommer 2023. Die folgenden Schritte (technische Planung des Netzes, Bürgerinfoveranstaltung, Entwicklung von Tarifen und Vorverträgen, die Beantragung von Fördermitteln sowie anschließend der Bau des Netzes) werden nur bei ausreichendem Interesse durchgeführt.
Standort
Projektteam
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Dr. Verena Zipf
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Daniel Krauss
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Vivek Mehta
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Felix Unger
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Michael Birk
Gabriele Lichtwer