Kommunales Flächenpooling und Interessenbekundungsverfahren für einen Großbatteriespeicher
Stadt Laichingen betritt Neuland
Die Stadt Laichingen in Baden-Württemberg hat gemeinsam mit endura kommunal erfolgreich ein kommunales Flächenpooling für einen Großbatteriespeicher durchgeführt. Damit leistet die Stadt Pionierarbeit für die Energiewende und schafft gemeinsam mit den beteiligten Flächeneigentümer:innen die Voraussetzungen für den Bau des Speichers. Das Verfahren kam bislang nur bei der Entwicklung von Windparks zum Einsatz.
Projekterfolg
nach obenEiner der Schlüssel für die Energiewende sind Speicherkapazitäten. Deshalb werden Kommunen in der Nähe von Umspannwerken derzeit mit Anfragen für den Bau von Großbatteriespeichern überrollt. Doch das sorgt für Herausforderungen. Fachwissen vor Ort ist noch nicht vorhanden. Die Erfahrung der Projektentwickler variiert stark. Hohe Pachten bieten Potenzial für Streit. Kommunen werden mitunter an den Pachterlösen gar nicht beteiligt, sofern ihre eigenen Flächen nicht mitgeplant werden. Vor den gleichen Herausforderungen stand die Stadt Laichingen auf der Schwäbischen Alb.
Die Energiewende in kommunaler Regie
„Deshalb haben wir uns von Anfang an für eine professionelle Begleitung entschieden“, sagt Robin Menholz, Leiter des Amts für Bauwesen, Umwelt und Stadtentwicklung bei der Stadt Laichingen. Die Kommune wollte die Steuerungshoheit über das Projekt behalten und hat sich an endura kommunal gewandt. Das Ziel beim Flächenpooling ist, dass so viele kommunale und private Flächeneigentümer:innen wie möglich an den späteren Pachterlösen beteiligt werden. „Alle im Pool profitieren, egal ob ihre Fläche bebaut wird oder nicht“, erklärt Menholz.
Gemeinsames Vorgehen stärkt die Verhandlungsposition
Das gemeinsame Auftreten der Pooling-Gemeinschaft stärkt die Verhandlungsposition. Zudem steigen die Chancen, dass ein solches Projekt überhaupt realisiert werden kann. Rechtssicherheit und transparente Bürgerkommunikation sind weitere Vorteile der Beratung.
Die Pooling-Gemeinschaft hat Kriterien für die Auswahl eines Projektentwicklers formuliert. Im Fall von Laichingen sind acht Angebote eingegangen, die derzeit von einer kommunalen Vergabegruppe unter Begleitung von endura kommunal ausgewertet werden. Ergebnis soll ein Vertrag sein, der die Kriterien der Pooling-Gemeinschaft, zum Beispiel ökologische Aspekte, bestmöglich erfüllt. Die erste Ausbaustufe des Großbatteriespeichers soll spätestens 2029 ans Netz gehen.
Stimmen der Beteiligten
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Projektteam
nach oben-
Jan Friedrich -
Fabian Reinhard -
Jan Deininger

