Großbatteriespeicher

Kommunales Flächenpooling und Interessenbekundungsverfahren für einen Großbatteriespeicher

Stadt Laichingen betritt Neuland

Die Stadt Laichingen in Baden-Württemberg hat gemeinsam mit endura kommunal erfolgreich ein kommunales Flächen­pooling für einen Großbatteriespeicher durchgeführt. Damit leistet die Stadt Pionierarbeit für die Energiewende und schafft gemeinsam mit den beteiligten Flächeneigentümer:innen die Voraussetzungen für den Bau des Speichers. Das Verfahren kam bislang nur bei der Entwicklung von Windparks zum Einsatz. 

Der Auftrag an endura kommunal:

  • Durchführung eines kommunalen Flächen­poolings für einen Groß­batterie­speicher ein­schließ­lich zweier Flächen­eigentümer­versammlungen
  • Samm­lung der Interessen und Kriterien privater Flächen­eigentümer:innen für anschließendes Interessen­bekundungs­verfahren
  • fachliche und strate­gische Beratung in Bezug auf dyna­mische gesetzl­iche Rahmen­bedingungen
  • Durch­führung eines informellen Interessen­bekundungs­verfahrens zur Projekt­entwickler-Auswahl

Umsetzungszeitraum: 2025-2026

Projekterfolg

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Einer der Schlüssel für die Energiewende sind Speicherkapazitäten. Deshalb werden Kommunen in der Nähe von Umspannwerken derzeit mit Anfragen für den Bau von Groß­batterie­speichern überrollt. Doch das sorgt für Herausforderungen. Fachwissen vor Ort ist noch nicht vorhanden. Die Erfahrung der Projektentwickler variiert stark. Hohe Pachten bieten Potenzial für Streit. Kommunen werden mitunter an den Pachterlösen gar nicht beteiligt, sofern ihre eigenen Flächen nicht mitgeplant werden. Vor den gleichen Herausforderungen stand die Stadt Laichingen auf der Schwäbischen Alb.

Die Energiewende in kommunaler Regie

„Deshalb haben wir uns von Anfang an für eine professionelle Begleitung entschieden“, sagt Robin Menholz, Leiter des Amts für Bauwesen, Umwelt und Stadtentwicklung bei der Stadt Laichingen. Die Kommune wollte die Steuerungshoheit über das Projekt behalten und hat sich an endura kommunal gewandt. Das Ziel beim Flächenpooling ist, dass so viele kommunale und private Flächeneigentümer:innen wie möglich an den späteren Pachterlösen beteiligt werden. „Alle im Pool profitieren, egal ob ihre Fläche bebaut wird oder nicht“, erklärt Menholz. 

Gemeinsames Vorgehen stärkt die Verhandlungsposition

Das gemeinsame Auftreten der Pooling-Gemeinschaft stärkt die Verhandlungsposition. Zudem steigen die Chancen, dass ein solches Projekt überhaupt realisiert werden kann. Rechts­sicherheit und transparente Bürgerkommunikation sind weitere Vorteile der Beratung. 

Die Pooling-Gemeinschaft hat Kriterien für die Auswahl eines Projektentwicklers formuliert. Im Fall von Laichingen sind acht Angebote eingegangen, die derzeit von einer kommunalen Vergabe­gruppe unter Begleitung von endura kommunal ausgewertet werden. Ergebnis soll ein Vertrag sein, der die Kriterien der Pooling-Gemeinschaft, zum Beispiel ökologische Aspekte, bestmöglich erfüllt. Die erste Ausbaustufe des Großbatteriespeichers soll spätestens 2029 ans Netz gehen.

 

 

Stimmen der Beteiligten

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  • „endura kommunal hat diese Herausforderung echter Pionierarbeit angenommen und unterstützt uns seither mit einem durchdachten Projektplan, der bei allen Beteiligten gut ankommt. Die Mitarbeitenden von endura kommunal gestalten das Projekt aktiv mit, ohne die Stadt in ihren Entscheidungen einzuschränken und sind bei den Veranstaltungen des Projekts mindestens genauso hilfreich wie hinter den Kulissen.“

    Robin Menholz, Leiter des Amts für Bauwesen, Umweltschutz und Stadtentwicklung der Stadt Laichingen

    Robin Menholz
  • „Das Fachwissen aus der Windenergie und unsere Erfolgskonzepte Flächenpooling und Interessenbekundungsverfahren können wir hier zum ersten Mal erfolgreich auf Großbatteriespeicher-Projekte übertragen."

    Jan Friedrich, Senior Berater im Beratungsfeld Energiespeicher

    Jan Friedrich

Projektdokumentation

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