Die Liegenschaften der Gemeinde Teningen haben Modernisierungsbedarf. Das betrifft vor allem die Heizsysteme. Ein Quartierskonzept kommt zu dem Schluss, dass eine Nahwärmeversorgung die Modernisierungsfrage lösen könnte. Das überzeugt, weil regionale Holzhackschnitzel und die bisher ungenutzte Abwärme einer Biogasanlage als Ressourcen zur Verfügung stehen. Funktionieren kann die Idee aber nur, wenn auch genug private Haushalte sich der Nahwärmeversorgung anschließen. Beide Aufgaben werden der Nahwärmeversorgung Teningen GmbH und dem von ihr eingestellten Sanierungsmanager übertragen.

    Der Auftrag an endura kommunal

     

    • Akquisition/Bewerbung von Anschlussnehmern
    • Konzepterarbeitung (technisch-wirtschaftlich)
    • Wirtschaftlichkeitsberechnungen
    • Technische Bewertung
    • Projektsteuerung beim Bau des Nahwärmesystems
    • Finanzierungsberatung/-konzepte
    • Fördermittelakquise

    Projekterfolg

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    Die größte Herausforderung bei einem Nahwärmeprojekt dieser Art heißt Wirtschaftlichkeit: Es gilt, möglichst viele Bürger durch attraktive Konditionen zum Einstieg in die Nahwärme zu bewegen. Gleichzeitig muss das Finanzierungskonzept die Banken überzeugen. Beides ist in Teningen innerhalb eines Jahres gelungen.

    Die Nahwärmeversorgung Teningen GmbH liefert seit September 2015 Wärme an die kommunalen Liegenschaften und private Haushalte im Ortsteil Oberdorf. Das Gemeindewerk schreibt seither Gewinne. In den folgenden Jahren wird das Netz jeweils um weitere Bauabschnitte erweitert.

    Stimmen der Beteiligten

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    • „Die Nahwärmeversorgung ist ein wichtiger Baustein der Energiepolitik unserer Gemeinde. Das Engagement, die Sachkunde und die Beratung von endura kommunal haben wesentlichen Anteil am Erfolg des Projekts.“

      Heinz-Rudolf Hagenacker, Bürgermeister Teningen

    •  „Eine Umstellung des Heizungssystems ist für die Bürgerinnen und Bürger ein großer Schritt. Nur das individuelle Beratungsgespräch zeigt, welche Lösung im Einzelfall die richtige ist. Darum war der persönliche Kontakt die Grundlage, um eine wirtschaftlich sichere Zahl an Anschlussnehmer zu erreichen.“

      Daniel Krauss, Projektleiter bei endura kommunal

    Fördermittel und Wirtschaftlichkeit

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    Die Nahwärmeversorgung Teningen GmbH erhält aus dem Förderprogramm „Klimaschutz mit System“ des Landes Baden-Württemberg 450.000 € Fördermittel. Diese Mittel gehen in die Erschließung und den Bau des ersten Abschnitts.

    Der Betrieb des Nahwärmenetzes ist wirtschaftlich ohne Fördermittel tragfähig. Die Gewinne investiert das Unternehmen in den weiteren Ausbau.

    Die Wirtschaftlichkeit des Netzes ist der größte Erfolg des Projekts. Teningen durchbricht den Teufelskreis, in dem viele kommunale Nahwärmenetze stecken bleiben: Wer nicht genug Abnehmer gewinnt, kann keine attraktiven Wärmetarife bieten;  wer keine attraktiven Wärmetarife bietet, gewinnt keine Abnehmer. Dieser Erfolg entstand dank der Konzentration auf individuelle Beratung.

    Projektdokumentation

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    www.nahwaerme-teningen.de
    Die Website zeigt das Angebot und den Netzausbau in Teningen Oberdorf.

      Standort


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      Medien-Echo

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      Viele regionale und auch überregionale Medien haben über die Teninger Nahwärmeversorgung berichtet. Hier eine Auswahl:

      Projektteam

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      Daniel Krauss, endura kommunal, Projektleiter
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      Lena Klietz, endura kommunal, Projektmitarbeiterin
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