Die Gemeinde Bingen hat sich politisch entschieden, die Energiewende zu unterstützen und auf ihrer Gemarkung den Bau eines Windparks zuzulassen. Ein Projektentwickler hatte daraufhin private Flächen beim Fürstenhaus zu Hohenzollern gesichert. Ein so geplanter Windpark wäre bis auf 800 m an das Dorf herangerückt. Bürgerproteste führten zu intensiven Diskussionen zwischen Bürgermeister, Gemeinderat, Bevölkerung und Projektierer. Der Windpark wurde zum Zankapfel der Beteiligten. Die Gemeinde wünscht sich eine professionelle Begleitung bei der Moderation des Konflikts, um so einen für alle Beteiligten gangbaren Weg zu einem Windpark zu finden.

Der Auftrag an endura kommunal:

  • Zielklärung mit Gemeinderat und Bürgermeister
  • Moderationsgespräche mit der Bürgerinitiative
  • Vermittlungsgespräche zwischen Bürgerinitiative, Gemeinde, Projektierer und Fürstenhaus
  • Recherche und Identifikation von Flächenalternativen
  • Moderation von Bürgerinformationsveranstaltungen und Gemeinderatssitzungen
  • Beauftragung von Visualisierungen und Schall- und Schattenanalysen

Umsetzungszeitraum: 2014 - 2016

Projekterfolg

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Die ausführliche Moderation führte dazu, dass die Positionen der Gegner beim Gemeinderat konstruktiv aufgenommen wurden. Daraufhin wurde politisch entschieden, wenn möglich nach Alternativstandorten auf dem Gemeindegebiet zu suchen. Die von endura kommunal durchgeführten Flächen-Analysen ergaben, dass im Norden der Gemeinde der Bau eines Windparks immissionsschutzrechtlich möglich ist. Diese Fläche war bisweilen nicht bebaubar, da sie als Hubschrauber-Tiefflugzone der Bundeswehr kategorisiert wurde. Explizites Nachhaken bei der Bundeswehr ergab jedoch, dass diese Tiefflugzone nicht mehr benötigt wird. Die Vermittlungsgespräche zwischen den Beteiligten führten dazu, dass Projektierer und Flächeneigentümer einer alternativen Planung an diesem Standort zustimmten. Die Bürgerinitiative und die Bürgerschaft zeigten sich über diese Wahl und die Bereitschaft von Gemeinde und Projektierer beeindruckt und willigten dem Kompromiss ein. Der Windpark befindet sich zwischenzeitlich im Genehmigungsverfahren.

Stimmen der Beteiligten

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"Eine Windpark-Projektierung stellt für jede Gemeinde eine sehr große Herausforderung dar. Wir hatten Konflikte mit den Bürgern, Fragen zur wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit eines solchen Projektes und waren mit vielen Vertrags-Details des Projektentwicklers konfrontiert. Mit endura kommunal haben wir nicht nur in wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen eine Orientierung erhalten, sondern auch sehr effiziente Unterstützung bei der Lösung der Bürgerkonflikte und der notwendigen Kommunikation bekommen."

Bürgermeister Jochen Fetzer, Gemeinde Bingen

Projektdokumentation

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www.windenergie-bingen.de
Die Website zeigt den aktuellen Stand des Genehmigungsverfahrens.

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Medien-Echo

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Über dieses Projekt wurde in mehreren Artikeln berichet. Anbei finden Sie eine kleine Auswahl:

 

Projektteam

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Rolf Pfeifer
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Sarah Berberich
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Lennart Frenschkowski

Maximilian Schmid
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