Gaildorf zählt seit wenigen Jahren auch zu den Pionier-Kommunen im Hinblick auf innovative Energiewende-Projekte. Die Naturspeicher GmbH baut und betreibt vier Windenergieanlagen, die mit einem eigenen Pumpspeicher-Kraftwerk gekoppelt sind und möchte das Unterspeicherbecken zur Erzeugung niederkalorischer Wärme nutzen. Die Stadt Gaildorf betreibt außerdem seit ca. 10 Jahren ein eigenes Wärmenetz, das vor allem die kommunalen Gebäude versorgt. Das gesamte Wärmenetz wird ohne Wärmeübergabestationen in den Abnehmer-Gebäuden betrieben und ein aufwändiges Steuerungsmanagement macht den Betrieb des Wärmenetzes anfällig. Gleichzeitig wird auf dem Gelände einer sozialen Einrichtung ein eigenes Wärmenetz betrieben. Aufgrund der teilweise sehr historischen und denkmalgeschützten Bausubstanz bietet sich vor allem eine Umstellung der Wärmeversorgungssysteme in den Gebäuden an. Außerdem stellt sich der Kommune die Frage, ob und falls ja, wie erneuerbare Energiepotenziale aus dem Naturspeicher-Projekt ggfs. in der Stadtmitte zur umweltfreundlichen Energieversorgung genutzt werden können.

Der Auftrag an endura kommunal:

  • Datenerhebung zum aktuellen energetischen Zustand im Quartier, Identifikation von Potenzialen und Entwicklung wirkungsvoller energetischer Maßnahmen
  • Untersuchung des kommunalen Nahwärmenetzes (technische und wirtschaftliche Optimierung, Betriebsführung, Erweiterungspotenzial)
  • Untersuchung des Nahwärmenetzes einer sozialen Einrichtung vor allem hinsichtlich Erweiterungspotenzial und Integration in die städtische Versorgungsinfrastruktur
  • Untersuchung der Möglichkeiten zur Integration der niederkalorischen Wärme aus dem Naturpeicher-Projekt in Verbindung mit Windstrom in die städtische Versorgungsinfrastruktur auch in Verbindung mit lokalen Unternehmen
  • Sensibilisierung möglichst vieler Gebäudeeigentümer im Quartier für einen Anschluss an ein Wärmenetz, notwendiger energetischer Sanierungsmaßnahmen am Gebäude und/oder einer Modernisierung der installierten Energieversorgungssysteme
  • Quantifizierung des Ladesäulenbedarfs für Elektrofahrzeuge nach Anzahl und Ladeleistung für das Quartier
  • Anpassung an den Klimawandel: Ableitung geeigneter Maßnahmen zur Klimaregulierung auf öffentlichen und privaten Flächen

Umsetzungszeitraum: 2018-voraussichtlich 2019

Projekterfolg

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Da das Projekt derzeit noch in Arbeit ist, kann der Projekterfolg noch nicht abgeschätzt werden.

Fördermittel und Wirtschaftlichkeit

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65 % der Gesamtkosten wurden gefördert über das KfW-Programm 432.

Standort


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Projektteam

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Daniel Worth-Lindorfer, endura kommunal, Projektmitarbeiter
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Sarah Berberich, endura kommunal, Projektmitarbeiterin
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Rolf Pfeifer, endura kommunal, Projektleiter
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