Aufgrund der exponierten Lage Schapbachs im Wolftal im mittleren Schwarzwald verfügt die Gemeinde über keinen Anschluss an das Erdgasnetz. Infolgedessen erfolgt die Wärmeversorgung der Gebäude in der Ortschaft überwiegend durch Heizöl und Holz. Die kommunalen Heizungsanlagen der Schule, des Kindergartens, der Pfarrkirche und der Halle sind in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. Die Höhenlage zwischen ca. 400 und 900 m und die zum großen Teil energetisch nicht sanierten Gebäude verursachen einen hohen Wärmeenergiebedarf. Im Rahmen eines Quartierskonzepts gibt es die Möglichkeit, das Thema Nahwärmeversorgung zu untersuchen. Gemeinderat und Bevölkerung sind unentschlossen, ob eine solche Wärmeversorgung wirtschaftlich und technisch Sinn macht.

Der Auftrag an endura kommunal umfasst:

  • Fördermittelakquisition über KfW und Ökologie- und Innovationsfonds E-Werk Mittelbaden
  • Energetische Betrachtung der Gesamtortschaft
  • Erhebung von Potenzialen für eine zentrale Wärmeversorgung, PV, BHKW und Solarthermie
  • Identifikation der energetischen Schwachstellen im Quartier und notwendiger energetischer Gebäudesanierungsmaßnahmen
  • Formulierung von Förderanreizen für energetische Maßnahmen
  • Technische und wirtschaftliche Bewertung zum Bau eines Nahwärmenetzes
  • Moderation und Durchführung von Bürgerinformationsveranstaltungen und Gemeinderatssitzungen
  • Berichtserstellung

Umsetzungszeitraum: 2014 - 2015

Projekterfolg

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Trotz der Aufgeschlossenheit der Bevölkerung und des Gemeinderats ergibt die Auswertung der erhobenen Daten, dass die vorhandenen Wärmebedarfe für einen wirtschaftlichen Betrieb eines Wärmenetzes ohne erhebliche Steigerung der Wärmekosten, nicht ausreichend sind. Unter anderem ist dies auch auf den aktuell hohen Nutzungsgrad von Holz als Brennstoff in Kaminöfen und Scheitholzanlagen zurückzuführen. Viele Gebäudeeigentümer besitzen zudem eigene Wälder, in welchen sie Holz schlagen. Die wirtschaftliche Machbarkeit eines Wärmenetzes ist erst mit einem Heizölpreis von mehr als ca. 80 Cent/Liter gegeben.

Stimmen der Beteiligten

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„Als große Flächengemeinde im Schwarzwald und Waldbesitzerin haben wir ständig mit dem Produkt Holz zu tun. Wir benutzen es nicht nur zum Häuser-Bauen sondern auch viel zum Heizen. Vor diesem Hintergrund beschäftigte uns in beiden Teilorten Schapbach und Rippoldsau die Frage, wie wir Holz als Energieträger sinnvoll in unserer Gemeinde einsetzen können. Wir haben mit endura kommunal einen Experten gefunden, der uns mit den erstellten Quartierskonzepten die wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten schlüssig und bürgernah aufzeigen konnte.“

Berhard Waidele, Bürgermeister Gemeinde Bad Rippoldsau-Schapbach

Fördermittel und Wirtschaftlichkeit

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95 % der Gesamtkosten des Konzeptes wurden von der KfW und dem Ökologiefonds des E-Werk Mittelbaden übernommen.

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Medien-Echo

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