Stadt Land Mobilstation
Effiziente Beschaffung mit interkommunaler Ausschreibung
Kommunale Beschaffungsaufgaben enden an der Gemarkungsgrenze. Eigentlich. In der Natur der Mobilität liegt es nämlich, dass ihr Gemarkungsgrenzen nichts bedeuten. Die Wege zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen und zum Arzt, sie führen quer durch die Region. Mobilitäts-Systeme entfalten darum erst ihr Potenzial, wenn sie regional gedacht sind. Stadt und Landkreis Heilbronn tun das: Sie denken Mobilitätsangebote grenzüberschreitend – und schreiben sie gemeinsam aus.
Die Stadt und der Landkreis Heilbronn (mit 46 Städten und Gemeinden) verfolgen eine gemeinsame Aufgabe: Den Aufbau eines vernetzten, flexiblen und einheitlichen Mobilitätsangebots.
Bestehende ÖPNV-Haltepunkte sollen sich nach und nach zu Mobilstationen entwickeln, die sowohl klassische Angebote bieten als auch weitere attraktive Ausstattungsmerkmale wie Fahrradreparaturstationen oder Sitzmöglichkeiten. Hohe Aufenthaltsqualität, Wiedererkennbarkeit und gute Orientierung laden Bürgerinnen und Bürger zum Einstieg in ein neues Mobilitätsdenken ein.
Der Anspruch: technische, gestalterische und vergaberechtliche Anforderungen in einem wirtschaftlichen Vertragsmodell vereinen.
„Mit Anbietern, Technik und Ausstattung von Mobilstationen haben wir uns in Heilbronn zum ersten Mal konkret beschäftigt. Und haben schnell gelernt, dass es in diesem dynamischen Markt wichtig ist, gleich bei der Ausschreibung die Zukunftsoptionen zu bedenken. Die Formulierung der Leistungen und das Vergabeverfahren waren ein gemeinsamer Kraftakt. Das ist nichts, was Einsteiger wie wir alleine schaffen."
Philipp Völker, Verkehrs- und Mobilitätsmanagement der Stadt Heilbronn
Rahmenvertrag für Mobilstationselemente
Ein gemeinsamer Rahmenvertrag für Mobilstationen und passendes Stadtmobiliar erleichtert nun die Beschaffung für alle Kommunen. Das Verkehrs- und Mobilitätsmanagement von Stadt und Landkreis hat den Auftrag, standardisierte Module, einen passenden vierjährigen Rahmenvertrag und die europaweite Ausschreibung zu organisieren. Alle technischen, gestalterischen und vergaberechtlichen Anforderungen unter einen Hut zu bringen und gleichzeitig den wirtschaftlichen Rahmen einzuhalten, erweist sich als knifflige Aufgabe.
Ausschreibungs- und Markterfahrung von endura kommunal
Eine Leistungsbeschreibung, die technisch und gestalterisch auf den Punkt bringt, was über 40 Kommunen mit unterschiedlicher Größe und Infrastruktur sich wünschen ist: eine Herausforderung. Die Verantwortlichen vor Ort haben sich deshalb Unterstützung gesucht, die Markt- und Preiskenntnis, Know-how in Organisation, Bau und Funktion von Mobilstationen und nicht zuletzt viel Ausschreibungserfahrung mitbringt.
Mehr als ein Beschaffungsinstrument
Die Ausschreibung hat durch attraktive Rahmenbedingungen, die lange Laufzeit und das avisierte Abrufvolumen ein großes Interesse bei Anbietern geweckt. Ihre Konkurrenz bedeutet für die Kommunen im Landkreis Heilbronn einen Preis- und Leistungsvorteil bei der Beschaffung. Die Entscheidung für einen Anbieter legt schließlich die Grundlage für die effiziente und einheitliche Umsetzung von Mobilstationen in der gesamten Region.
Der am 23. März 2026 abgeschlossene Rahmenvertrag ist mehr als ein Beschaffungsinstrument. Die kommunale Verwaltung profitiert auch vom neuen „regionalen Look“. Gleichzeitig entstehen mit dem Rahmenvertrag standardisierte Prozesse: statt individueller Einzelvergaben findet nun ein schneller Erfahrungsaustausch statt. Das reduziert den Beschaffungsaufwand deutlich. Synergien bei Planung, Ausschreibung und Umsetzung können sich voll entfalten.
„Große Städte und kleine Gemeinden unter einen Hut bringen – das ist eine typische Herausforderung bei der Planung von Mobilstationen. Da geht es nicht nur um Technik und Ausstattung, es geht vor allem um längere Umsetzungszeiträume und passende Parameter für die Wirtschaftlichkeit. Das haben wir in dieser Ausschreibung berücksichtigt."
Lena Jägle, Projektleiterin endura kommunal