Planungskompass Klimaschutz 2027
Förderprogramme für den kommunalen Klimaschutz in Baden-Württemberg und Bayern
Unsere Fördermittelübersicht "Planungskompass Klimaschutz 2027" bietet Orientierung über die wichtigsten Förderrichtlinien für Wärme- und Mobilitätsprojekte sowie Klimaschutz und Klimaanpassung. Die kurze Zusammenfassung soll Kommunen die Maßnahmen- und Budgetplanung erleichtern.
Die Fördermittellandschaft ist zum Teil kurzfristigen Änderungen unterworfen. Wir helfen Ihnen gerne persönlich weiter. Die passenden Ansprechpartner finden Sie beim jeweiligen Förderprogramm. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.
Stand der Informationen: September 2026
Förderprogramm für "Konzepte"
Strategische Klimaschutzmaßnahmen
Die Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt kommunale Akteure dabei, lokale Emissionen zu senken.
Ziel: Kommunen eine professionelle Begleitung von der Ist-Analyse bis zur Umsetzung ermöglichen. Auch Kommunen, die bereits ein Klimaschutzkonzept haben, können Förderung beantragen.
Ansprechpartnerin: Eva Mutschler-Oomen
Förderprogramme für nachhaltige Wärmeversorgung
Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW)
Modul 1: Machbarkeitsstudien
Die meisten bestehenden Wärmenetze nutzen fossile Rohstoffe als primäre Energieträger. Die BEW schafft Anreize für Wärmenetzbetreiber, in den Neubau von Wärmenetzen mit hohen Anteilen an erneuerbaren Energien zu investieren
Ziel: In Modul 1 werden die Grundsteine für die spätere investive Förderung eines treibhausgasneutralen Wärmenetzes gelegt. Der erste Schritt ist eine Machbarkeitsstudie (Neubau). Ziel ist es, die technische und wirtschaftliche Machbarkeit zu prüfen und die Brücke zwischen Ergebnissen der kommunalen Wärmeplanung (kWP) und der Fachplanung zu schlagen. Die darauf folgende Fachplanung der technischen Komponenten entwickelt ein Technikkonzept, mit dem die investive Förderung beantragt werden kann.
Ansprechpartner Florian Glogger und Lisa Dufner: E-Mail schreiben
Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW)
Modul 2 - Systemische Förderung für Neubau und Bestandsnetze | Modul 3 - Einzelmaßnahmen
In Modul 2 und 3 der BEW wird die Umsetzung der vorherigen Planung (Modul 1, Machbarkeitsstudie) gefördert.
Ziel: Die BEW schafft Anreize für Wärmenetzbetreiber, Bestandsnetze zu dekarbonisieren und auszubauen sowie in den Neubau von Wärmenetzen mit hohen Anteilen an erneuerbaren Energien zu investieren.
Ansprechpartner Florian Glogger und Lisa Dufner: E-Mail schreiben
Klimaschutz-Plus:
Entwicklung und Anbahnung von Projekten im Rahmen der treibhausgasneutralen Kommunalverwaltung
Das Umweltministerium von Baden-Württemberg unterstützt Vorhaben, die zur Treibhausgasneutralität der Kommunalverwaltungen beitragen. Unter anderem wird die Entwicklung oder Anbahnung von Projekten gefördert, die Abwärme oder Umweltwärme für kommunale Gebäude nutzbar machen
Ziel: Abwärme- oder Umweltpotenziale untersuchen und Maßnahmen entwickeln, um diese Potenziale für die Kommunen nutzbar zu machen. Beispielsweise in Form eines Wärmenetzes, das die Abwärme transportiert und damit fossile Heizsysteme ersetzt.
Ansprechpartner Florian Glogger und Lisa Dufner: E-Mail schreiben
KfW 432: Quartierskonzepte
Die vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) bereitgestellten Fördermittel können für die Untersuchung und Planung verschiedener Themenfelder der nachhaltigen Stadtentwicklung eingesetzt werden. Dazu zählen neben der Anpassung an die Folgen des Klimawandels, der Förderung nachhaltiger Mobilität und der energetischen Sanierung von Gebäuden, insbesondere auch der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Entwicklung von Wärmenetzen.
Für 2026 gilt wegen ausgeschöpfter Mittel ein Antrags-Stopp. Wir empfehlen, die geplanten Anträge trotzdem vorzubereiten. Sollte das Programm 2027 wieder geöffnet werden, ist eine frühe Antragstellung sinnvoll.
Ziel: Konkrete Maßnahmen für ein Quartier entwickeln, die zur Erreichung der Klimaschutzziele beitragen. In Bezug auf die Wärmewende soll damit die Lücke zwischen der kommunalen Wärmeplanung und deren Umsetzung geschlossen werden. Die im Rahmen der Wärmeplanung erarbeiteten Strategien sollen auf Quartiersebene weiter konkretisiert und in umsetzungsorientierte Konzepte überführt werden.
Ansprechpartner Florian Glogger und Lisa Dufner: E-Mail schreiben
Förderprogramme für Straßenbeleuchtung
Kommunalrichtlinie (KRL) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Der Umstieg auf eine effiziente Straßenbeleuchtung schont den kommunalen Haushalt, schützt Klima und Umwelt. Das Energieeinsparpotenzial liegt bei 70 – 80 %. Eine gleichmäßige und normgerechte Ausleuchtung nach DIN EN 1302 lässt sich bei gleichzeitiger Reduzierung der Lichtverschmutzung realisieren. Aktuell wird die Umstellung auf LED-Leuchten mit Bundesmitteln gefördert.
Ziel: Energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung und der Sportplatzbeleuchtung
Ansprechpartner Frank Lempert: E-Mail schreiben
Förderprogramme für Mobilitätspläne/-konzepte
Aktionsplan für Mobilität, Klima- und Lärmschutz
Baden-Württemberg fördert im Rahmen der „Qualifizierten Fachkonzepte“ die Erstellung eines „Aktionsplans für Mobilität, Klima- und Lärmschutz“.
Ziel: Motorisierten Individualverkehr reduzieren, Lärmschutz, nachhaltigen Verkehr fördern
Ansprechpartner Jooris Preiser: E-Mail schreiben
Förderrichtlinie Landesentwicklung – Regionalmanagement (FöRLa III)
Bayern fördert die Konzeption und Umsetzung von nachhaltigen Mobilitätsmaßnahmen (Ladeinfrastruktur, Carsharing, etc.)
Ziel: Kommunenübergreifende Konzeption und Umsetzung von nachhaltiger Mobilität, insbesondere im ländlichen Raum
Ansprechpartnerin Lena Jägle: E-Mail schreiben
Förderprogramm für E-Mobilität
Konzept für Ladeinfrastruktur
Baden-Württemberg fördert im Rahmen der „Qualifizierten Fachkonzepte“ die Erstellung eines „Konzepts für Ladeinfrastruktur“
Ziel: Strategische Planung und Bedarfsermittlung zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
Ansprechpartner Jooris Preiser: E-Mail schreiben
Mobilstationen
Konzept für Mobilstationen
Baden-Württemberg fördert Konzepte für multimodale Knoten, da Mobilstationen die Haltepunkte des ÖPNV aufwerten. An Mobilstationen werden Bikesharing und Carsharing, insbesondere an Bahnhaltepunkten oder Bushaltestellen, gebündelt angeboten. Sie bieten Anschlusssicherung für die sog. erste bzw. letzte Meile (z. B. vom Wohn- oder Arbeitsort).
Ziel: Standort- und Potenzialanalyse für Mobilstationen sowie Betriebs- und Finanzierungskonzept für die anschließende Umsetzung
Ansprechpartnerin Lara Hölting: E-Mail schreiben
Mobilitätsnetzwerke
Kommunalrichtlinie (KRL) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Erfolgreiche Umsetzung von Mobilitätsmaßnahmen durch kommunale Mobilitätsnetzwerke
Ziel: Eine interkommunale „Umsetzungsgemeinschaft“, die kommunenübergreifende Mobilitätsangebote schafft und damit die regionale Entwicklung und Zusammenarbeit stärkt
Ansprechpartnerin Lara Hölting: E-Mail schreiben
Haftungsausschluss
In diesem Planungskompass haben wir die relevanten Rechtsgrundlagen nach sorgfältiger Recherche gekürzt zusammengefasst. Für Details konsultieren Sie bitte die jeweils genannten Gesetze und Paragraphen. endura kommunal übernimmt für die Inhalte und Vollständigkeit keine Gewähr.