Wettbewerb in der Windenergie nimmt zu
Wie Kommunen ihre Wertschöpfung sichern
Das Gesetz zum beschleunigten Ausbau der Windenergie hat 2023 eine dynamische Entwicklung in Gang gesetzt. Es ist erfolgreich – und folgenreich. Viele der neu ausgewiesenen Vorranggebiete sind nun geplant, genehmigt und reif für die Ausschreibung. Das Angebot übersteigt das Ausschreibungsvolumen inzwischen aber so deutlich, dass die Zuschlagswerte stark sinken. Lassen sich die bereits vereinbarten Pachtsummen mit den reduzierten Vergütungen noch halten? Was bedeutet diese Entwicklung für Gemeinderat und Kommunalverwaltung?
„Die Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land war wie in der vorherigen Gebotsrunde stark überzeichnet. Die Zuschlagswerte sanken abermals deutlich", berichtet Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 3.445 Megawatt (MW) wurden 924 Gebote mit einer Gesamtmenge von 7.85 MW eingereicht.
Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert sinkt im Mai 2026 auf 5,06 ct/kWh (siehe Grafik rechts, Stand: Juli 2026). Dies war der geringste Wert seit der Ausschreibung im Februar 2018.
Sinkende Einnahmen drohen
Kommunalverantwortliche sowie Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümer haben in den vergangenen Jahren mit Windenergie-Projektentwicklern attraktive Nutzungsverträge für Windenergieanlagen abgeschlossen. Durch den Preisverfall jedoch lassen sich die erwarteten Einnahmen nicht mehr erzielen. Projektentwickler stehen vor der Aufgabe, die Wirtschaftlichkeit des Projektes neu zu betrachten.
Dazu gehört auch eine Prüfung der vereinbarten Pachtkonditionen. Das mündet oft im Wunsch, nachzuverhandeln und Pachtkonditionen – vor allem den Pachtzins – den neuen Bedingungen anzupassen. Für Kommunen, die auf eine Entlastung ihres ohnehin angespannten Haushalts gehofft hatten, kommt das oft überraschend.

„Diese Situation haben wir in den vergangenen Monaten in mehreren Kommunen begleitet, sagt Rolf Pfeifer, Geschäftsführer bei endura kommunal. Die Fragen der Verwaltungen lauten: Wie sehr kann ich dem neuen Angebot trauen? Wie sehen die Verhandlungsspielräume aus? Gibt es andere Pachtzins-Modelle, die für unsere Kommune vorteilhafter sind? Und vor allem: Wie vermittle ich als Bürgermeister/-in dem Gemeinderat die sinkenden Haushaltseinnahmen?

Gerade in dieser entscheidenden Phase sei eine unabhängige und fachkundige Beratung wichtig, betont Pfeifer: „Den handelnden Personen bieten wir so Orientierung und unterstützen sie bei der notwendigen Kommunikation in den Gemeinderat.“ Betroffene Kommunen können sich jederzeit für ein kostenfreies Erstgespräch an das Windenergie-Team von endura kommunal wenden.
„Gerade in dieser entscheidenden Phase ist eine unabhängige und fachkundige Beratung wichtig. Den handelnden Personen bieten wir so Orientierung und unterstützen sie bei der notwendigen Kommunikation in den Gemeinderat.“
Rolf Pfeifer, Geschäftsführer bei endura kommunal
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