Windpark trotz Kulturerbe? Visualisierung stützt fachliche Beurteilung
Große Kreisstadt Bad Kissingen
Der Regionale Planungsverband Main-Rhön weist auf Grundlage des neuen Wind-an-Land-Gesetzes drei Vorranggebiete für Windenergieanlagen aus. Die Stadt Bad Kissingen gehört als Teil der UNESCO-Welterbestätte Great Spa Towns of Europe zu den Städten mit einer besonders hohen Dichte an Baudenkmälern. Bereits seit 2014 sind durch den Regionalen Planungsverband Main-Rhön Windvorrang- und Vorbehaltsgebiete im Umland der Stadt festgelegt. Die Stadtverwaltung prüft, inwieweit die neuen Windvorranggebiete im Zusammenspiel mit den bestehenden Gebieten Einfluss auf zentrale Blickachsen nehmen. Diese sind im kommunalen Denkmalschutzkonzept definiert.
Zur Einschätzung der möglichen Auswirkungen potenzieller Windparks auf das Stadt- und Landschaftsbild wird eine computergenerierte Visualisierung von Windenergieanlagen eingesetzt. Die geplanten Anlagen werden dabei realitätsnah mithilfe einer speziell entwickelten Augmented-Reality-Anwendung (AR) dargestellt, um ihre räumliche Wirkung nachvollziehbar zu machen.
Projekterfolg
nach obenDurch die Visualisierung wurde die Stadt Bad Kissingen in die Lage versetzt, die Vorhaben des Regionalen Planungsverbands Main-Rhön fachlich beurteilen zu können. Die Visualisierung vermittelt einen realitätsnahen Eindruck des Einflusses eines möglichen Windparks auf das Stadt- und Landschaftsbild, womit ersichtlich wird, in welchem Maße die Stadt und ihr Kulturerbe davon berührt sind.
Die Visualisierung basiert auf einem Windpark-Layout, das einem nach fachlichen Kriterien erarbeiteten Szenario einer möglichen Windpark-Planung entspricht.
Standort
Projektteam
nach oben-
Falk Schünemann -
Anna Kaufmann -
Lukas Hermes -
Rolf Pfeifer