Stadt Titisee-Neustadt setzt auf Ausbau statt Neubeginn: endura kommunal plant erneuerbare Wärme rund um bestehende Netze
Titisee-Neustadt, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Die Stadt Titisee-Neustadt setzt bei der kommunalen Wärmeplanung auf die Erfahrung von endura kommunal. In der Kommune gibt es mehrere Wärmenetze, die sich in ihrer Größe deutlich unterscheiden. Das größte Wärmenetz liegt in Neustadt im Schulareal entlang der Hebelstraße. Die Wärmeplanung soll nun klären, ob die Wärmenetze ausgebaut werden können und welche weiteren Potenziale für die erneuerbare Wärmeversorgung zur Verfügung stehen.
Projekterfolg
nach obenDas Projekt startete im Frühjahr 2025 und lief über einen Zeitraum von 12 Monaten. Im Rahmen der Wärmeplanung werden acht Wärmenetzgebiete ausgewiesen, die für die zentrale Versorgung mit einem Wärmenetz in Frage kommen.
Das im Stadtteil Neustadt bestehende Wärmenetz soll nachverdichtet und priorisiert in der Innenstadt ausgebaut werden. Der weitere Ausbau und die Abwärmenutzung aus den Papierfabriken soll in einer Machbarkeitsstudie genauer im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit untersucht werden. Des weiteren soll das Beratungsangebot für Gebäudeeigentümer verbessert werden.
Mit der kommunalen Wärmeplanung hat die Stadt einen Überblick über die derzeitigen Energieträger, welche Potenziale für die erneuerbare Wärme- und Stromerzeugung vorhanden sind und welche Maßnahmen umgesetzt werden können, um das Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung zu erreichen.
Stimmen der Beteiligten
nach oben„Die kommunale Wärmeplanung ist ein Projekt, das wir als Stadt mit großem Engagement freiwillig initiiert haben. Als strategische Planung ermöglicht sie uns, mehr Informationen über den Zustand unserer Infrastruktur zu erhalten und nachhaltig zu modernisieren. Die kommunale Wärmeplanung hilft uns dabei, langfristige Ziele zu entwickeln und ermöglicht damit Investitions- und Versorgungssicherheit, vor allem für die Netzbetreiber der Wärme-, Strom-, und Gasnetze. Auch möchten wir unseren Bürgerinnen und Bürgern damit eine Richtungsweisung geben, damit die Eigenvorsorge in Einzelversorgungsgebieten bestmöglich angegangen werden kann.“
Ruth Grimm, Klimaschutzmanagerin
Fördermittel und Wirtschaftlichkeit
nach obenFür die Stadt war das Projekt nicht nur inhaltlich ein voller Erfolg, sondern auch wirtschaftlich attraktiv: Die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung wurde zu 80 % im Rahmen des Förderprogramms „freiwillige kommunale Wärmeplanung“ des Landes Baden-Württemberg gefördert. Damit war die Umsetzung für die Kommunen nur zu einem kleinen Teil durch Haushaltsmittel finanziert – ein wichtiger Vorteil, der die Entscheidung zusätzlich erleichtert hat.
Projektdokumentation
nach obenWeitere Informationen zum Projekt finden Sie hier: Kommunale Wärmeplanung der Stadt Titisee-Neustadt
Standort
Medien-Echo
nach obenBadische Zeitung, 14.03.2025: Wie die klimafreundliche Wärmeversorgung in Titisee-Neustadt gelingen soll (Bezahlschranke)
Projektteam
nach oben-
Jonathan Stephan -
Vivek Mehta -
Simon Winiger -
Evelin Glogau -
Delia Seibt