Der Günstigste oder der Wirtschaftlichste?

Interessenbekundung, Ausschreibung und Vergabe

Zwischen Verwaltungsrecht, EU-Richtlinien und Kriterienkatalog: Vergabe ist ein komplexer Mix aus rechtlichen, fach­lichen und organisatorischen Anforderungen. Entsprechend wenig beliebt ist das Thema in vielen Verwaltungen. Vor allem, wenn es um Leistungen geht, die nicht zum Tagesgeschäft gehören. 

Wir unterstützen öffentliche Auftraggeber dabei, gute Entscheidungen zu treffen. Auf vielen unterschiedlichen (und er­probten) Wegen und für viele (Dienst-)Leistungen, zum Beispiel in den Bereichen Mobilität, Windenergie, Beleuchtung und Wärmenetze. 


Mobilität: Von Ladesäule bis Sharing-Dienstleister 

Um was geht's

Um den Bau und die Ausstattung von Mobilstationen, um Stadtmobiliar, Sharing-Dienstleistungen (Fahrradverleihsysteme, Carsharing etc.) und um öffentliche Ladeinfrastruktur

Dabei können wir unterstützen 

Begleitung des Ausschreibungsprozesses von der ersten Markterkundung über die Erstellung von Ausschreibungs­unterlagen und die Definition der Kriterien bis zur fachlichen Begleitung der Ent­scheidung

Darauf können unsere Auftraggeber vertrauen 

  • Fachliches Know-how in Mobilitätsinfrastruktur: Mobilstationen, Sharing-Angebote und Ladeinfrastruktur
  • Marktübersicht: Technische Entwicklungen, Anbieterspektrum
  • Kapazität für Management (Fristen, Formate, Termine…) 
  • Koordination aller Beteiligten in interkommunalen Ausschreibungen
  • Eine neutrale, fachliche, glaubwürdige Position 
  • Den Mut, nach den lokalen Anforderungen neue Angebote zu gestalten 

Vorteile für Projekte 

Das Mobilitätsteam von endura kommunal trägt praktische Erfahrung in Projekte, die vielen Kommunen (noch) fehlt: Wo ist ein guter Standort für eine Mobilstation oder öffentliche Ladeinfrastruktur? Wie läuft das Verfahren ab?  


„Eine Ausschreibung bindet Kapazität. Wenn wir die Organisation und die Steuerung übernehmen, hat sich der Aufwand für die Kommune schon erheblich verringert.“

Lena Jägle hat unter anderem die Ausschreibung des Rahmenvertrags für Stadtmobiliar in Heilbronn begleitet.


Das hat sich bewährt 

In einem innovativen Anbietermarkt führen sehr präzise Anforderungen zwar zu perfekt vergleichbaren Angeboten, aber nicht unbedingt zur guten Entscheidung. Wer sehr aufs Detail achtet, lässt Anbietern gegebenenfalls zu wenig Spielraum, aktuelle Qualitäten darzustellen. Eine Balance aus Genauigkeit und Offenheit vermeidet Fehlentscheidungen und gleichzeitig überkomplexe Bewertungsstrukturen.

Wann brauche ich juristische Expertise? 

Ist soziales Engagement eines Anbieters ein zulässiges Bewertungskriterium? Oder Sympathie? Nicht alles, was man man sich vom Anbieter wünscht, hat in einem Verfahren rechtlich Bestand. Mit der Er­fah­rung in der Vergabe von Mobilitätsaufträgen wächst das Gespür für die kritischen Punkte, die juristische Expertise erfordern. Auf Wunsch des Auftraggebers können wir mit fachlichen Kooperations­partnern unterstützen.

Typisch Mobilität!

…ist das besonders breite Vergabe-Spektrum: Von der technisch-komplexen Einzelausschreibung bis zur Routine-Vergabeplattform ist alles möglich. Die erste Maßnahme ist also: abklopfen, wie aufwendig die Vergabe sein soll und muss.

Interkommunale Projekte

Eine Herausforderung in vielen Projekten ist die Koordination verschiedener Stakeholder. Das können eine Handvoll Kommunen sein, die gemeinsam eine gute E-Ladeinfrastruktur aufbauen wollen, aber auch die Mitglieder eines Verkehrsverbundes. 

Ein gutes Projektbeispiel

Landkreis und Stadt Heilbronn: Ausschreibung eines Rahmenvertrags für Stadtmobiliar 


Windenergie: Wer ist der richtige Projektentwickler?

Um was geht's

Um den Projektentwickler für den lokalen Windpark, der die Interessen von Kommune, Flächen­eigen­tümerinnen /-eigentümern und Bürgerschaft am besten berücksichtigt

Dabei können wir unterstützen 

Interessenbekundungsverfahren: Ausarbeitung der Kriterien, Erstellung der Ausschreibungsunterlagen, Prüfung/Auswertung der Angebote, Koordination der Bietergespräche, Empowerment der Vergabegruppe

Darauf können unsere Auftraggeber vertrauen 

  • Ausgleichende Koordination der Interessen aller Beteiligten
  • Einen strukturierten Prozess, der transparent und sachorientiert zum richtigen Projektentwickler führt
  • Überblick über die Leistungsfähigkeit regionaler und überregionaler Projektentwickler 
  • Professionelle Beantwortung aller Rückfragen
  • Mehrjährige Erfahrung in der Be- und Auswertung von Angeboten 

Vorteile für Projekte 

Die gemeinsame Entscheidung über Kriterien und die Auswertung aller Angebote per Matrix erlauben der Kommune eine fachgerechte Entscheidung. Während sie gleichzeitig in ihrer Wahl völlig frei bleibt. Das Interessenbekundungsverfahren ist so strukturiert, dass die Wahl unabhängig vom angebotenen (Pacht-)Preis fallen kann. 

Steuerungshoheit

Wenn es um einen neuen Windpark geht, verhandelt man über hohe Investitionen und die Beteiligung der Kommune bzw. der Flächeneigentümerinnen/-eigentümer. Ein Windprojekt bedeutet aber auch einen lang­fristigen Eingriff in das Landschaftsbild – und betrifft damit alle Bürgerinnen und Bürger. Die unter­schied­lichen Interessen passen da oft nur schwer unter einen Hut. Das Interessen­bekundungs­verfahren gibt der Kommune die Steuerungshoheit über diesen konfliktträchtigen Prozess.


„Alles, was ein Projektentwickler aus dem Effeff beherrscht: Marktübersicht, Projektabläufe, Preis- und Rendite­bewertung, Rechtsvorschriften etc. müssen sich kommunale Akteure erst Schritt für Schritt aneignen. Unsere Auftraggeber schätzen, dass sie mit unserer Unterstützung von Beginn an auf fachlicher Augenhöhe mit Projektentwicklern sprechen können.“

Anna Kaufmann hat die Interessenbekundungsverfahren in Eltville und Reutlingen und vielen anderen Kommunen unterstützt.


Das hat sich bewährt 

Interessenbekundungsverfahren (IBV) statt EU-weiter Ausschreibung: Das ist in diesem Fall vom Gesetzgeber gestattet und bietet beste Möglichkeiten Auswahlkriterien selbst zu bestimmen. Gleichzeitig stärkt es den regionalen Charakter des Projekts. 

Konfliktpotenzial erkennen und entschärfen 

Geduld bei der Vorbereitung: Weil das finanzielle und politische Konfliktpotenzial groß ist, beginnt jedes IBV mit mindestens einem Workshop, in dem ein gemeinsames Zielbild entwickelt wird. 

Typisch Windenergie!

An Windenergieprojekten gibt es ein großes öffentliches Interesse. Nicht immer bleibt die Diskussion dabei auf der Sachebene. Es ist wichtig, sie trotzdem immer sachlich zu führen.

Kann der Erste auch der Beste sein?  

Nachdem eine Fläche für Windenergie ausgewiesen ist, ergreifen Projektentwickler häufig die Initiative und nehmen Kontakt mit den lokalen Akteuren auf. Diese direkte Lösung lässt sich mit weniger Aufwand realisieren. Die Kommune verzichtet damit aber auch auf vergleichende Angebote und die strukturelle Steuerung des Projekts. 

Gutes Projektbeispiel

Interessenbekundungsverfahren in Grafenhausen


Effiziente Beleuchtung: Entlastung für den Haushalt 

Um was geht's

Um effiziente und sparsame Beleuchtung für Straßen, (Rad-)Wege, Sportplätze und vieles mehr – und um die langfristige Betriebsführung 

Dabei können wir unterstützen 

  • Deutschlandweite Ausschreibungen nach VOB/VOL für Beleuchtungssysteme
  • Europaweite VGV-Ausschreibungen für Betriebsführungsverträge

Darauf können unsere Auftraggeber vertrauen 

  • Eine Bewertungsmatrix, die ALLE Entscheidungskriterien abbildet und richtig gewichtet: Preis, Energie­effizienz, Lichttechnik und Ästhetik
  • Verfahrenssicherheit: Planung, Ausschreibung, Fördermittelmanagement und Baubegleitung aus einer Hand 
  • Alle Termine und Fristen im Blick
  • Übersicht über Leistungsfähigkeit und Angebote von Marktteilnehmenden
  • Ausschreibungskriterien nach aktuellem technischen Entwicklungsstand

Vorteile für Projekte 

Keine Versandkosten, kein Scannen, kein Abheften: Über die Software „Vergabemanager“ läuft der gesamte Ausschreibungsprozess digital. Alle Bundesland-spezifischen Vergabeplattformen werden bedient. 

Alle Prozesse gehen Hand in Hand

Routine zahlt sich aus: Förder- und Ausschreibungsverfahren gehen Hand in Hand. Der Auftraggeber bzw. die Vergabestelle des Auftraggebers behält in diesem Prozess stets die Kontrolle. 



„Alle Abläufe folgen klaren Standards. Das Informations-Ping-Pong zwischen den verschiedenen Stellen entfällt. Kommunen schätzen vor allem, dass das Verfahren für sie absolut stressfrei seinen ordentlichen Weg geht.“

Stefan Frings betreut Ausschreibungs- und Vergabeprozesse für Volumen zwischen 80.000 und 1.500.000 Euro.


Das hat sich bewährt 

Betriebsführungsverträge enthalten zuweilen Leistungen und Standards, die im konkreten Fall nicht notwendig, sogar überflüssig sind. Eine kritische Prüfung der bestehenden Verträge und angepasste Ausschreibungstexte haben oft dazu geführt, dass die neue Betriebsführung günstiger – und sogar besser als die bestehende ist. 

Die Bewertungsmatrix

Dank der praxisnahen Bewertungsmatrix geht der Zuschlag nicht ans günstigste, sondern an das langfristig wirtschaftlichste Angebot. 

Typisch Beleuchtung!

Die Modernisierung der (Straßen-)Beleuchtung ist eine Entscheidung für die nächsten 20 bis 25 Jahre. Die richtige Ausschreibung etabliert ein Beleuchtungssystem, das sich in vier bis maximal sechs Jahren amortisiert. Ab dann spart die Kommune Jahr für Jahr Geld.

Gutes Projektbeispiel

Umstellung von 2.500 Leuchten auf LED in Trossingen


Wärmenetze: Fördermittelgerechte Vergabe  

Um was geht's

  • Um Planung, Technik und Ausschreibung von Bauleistungen und Wärmeerzeugern in Wärmenetzen
  • Um Verfahren zur Auswahl von Netzbetreibern

Dabei können wir unterstützen 

  • Vorbereitung und Begleitung von Vergabeprozessen für das gesamte HOAI-Spektrum
  • Erstellung von Ausschreibungstexten
  • Projektspezifische Gewichtung der Auswahlkriterien
  • Begleitung der Bietergespräche
  • Exposé und Begleitung der Betreiberauswahl 

Darauf können unsere Auftraggeber vertrauen 

  • 16 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Wärmenetzen
  • Datenbank-basierte Verarbeitung aller Informationen aus der mehrjährigen Planungs- und Vorbereitungsphase
  • Schnelle Reaktion auf (bei der Entwicklung von Wärmenetzen sehr typischen) Änderungen im Projekt
  • Erfahrung mit vergaberelevanten Förderbedingungen
  • Schnell erkannt: Der Bedarf für weitergehende rechtliche und technische Beratung
  • Enge Zusammenarbeit mit den ausgewählten (Ingenieur-)Büros.

Vorteile für Projekte 

Wir kennen die Grenzen und Schmerzpunkte in der Projektentwicklung und in den Vergabevorschriften. Externe Expertise aus den Bereichen Recht und Technik können wir gezielt – und vor allem (kosten-)effizient einbinden.



„Die Kommune trägt Verantwortung für den korrekten Ein­satz von Fördermitteln und für die Einhaltung der hohen Auflagen, die damit verknüpft sind. Unsere Erfahrung hilft, die Ausschreibungsverfahren entsprechend zu steuern.“

Dr. Verena Zipf leitet und koordiniert im Auftrag der Nahwärmeversorgung Teningen die Wärmenetzentwicklung und -transformation.


Das hat sich bewährt 

Die Entwicklung von Wärmenetzen ist ein „evolutionärer“ Prozess: Wirtschaftliche Möglichkeiten, tech­nische Planung, gesellschaftliche Akzeptanz – die einzelnen Arbeitsbereiche sind immer wieder auf­einander abzustimmen. Auch wenn die Trasse auf dem Plan schon genau eingezeichnet ist, ist sie vielleicht noch nicht ausschreibungsreif. Erst wenn wirklich alle Rahmenbedingungen klar sind, kann man starten.

Typisch Wärmenetze!

Der Netzbau steht und fällt mit der BEW-Förderung. Die stellt strikte Anforderungen an die Ausschreibung der geförderten Leistungen. Hier ist es wichtig, formale Prozesse akribisch zu befolgen. 

Gutes Projektbeispiel

Ausschreibung für den Bau eines Wärmenetzes im Neubaugebiet Gereut in Teningen